Archiv / Künstlerdokumentation

Sammeln, Archivieren und Dokumentieren sind die Kernaufgaben des Belvedere-Archivs. Über den Bestand an Hausakten ist die mehr als einhundertjährige Geschichte des Museums seit der Gründung der Modernen Galerie 1903 nachvollziehbar.

 Die Künstlerdokumentation beherbergt umfangreiches Informationsmaterial zu mehr als 20.000 überwiegend österreichischen Künstlerinnen und Künstlern, wird laufend ergänzt und ist durch eine Online-Datenbank zugänglich. Den Grundstock der Sammlung bilden die Nachlässe von Hans Ankwicz-Kleehoven (1883-1962), Rudolf Schmidt (1894-1980), das Archiv der Neuen Galerie und das Waldmüllerarchiv.

Auch Teilnachlässe diverser Künstlerinnen und Künstler wie Gustinus Ambrosi, Franz Barwig, Johann Peter Krafft, H+H Joos, Emilie Mediz-Pelikan oder Trude Waehner stehen der Forschung zur Verfügung.

Bestände

Wesentliche Bestände des Archivs

  • Hausaktenbestand der Österreichischen Galerie Belvedere seit 1903
  • Nachlass Rudolf Schmidt (1894-1980)
  • Nachlass Hans Ankwicz-Kleehoven (1883-1962)
  • Archiv der Neuen Galerie
  • Ferdinand Georg Waldmüller-Archiv
  • Kunstarchiv Werner J. Schweiger
  • Materialien zu aktueller österreichischer Kunst mit Schwerpunkt Malerei, Grafik, Bildhauerei und Neue Medien


Hausakten

Der nahezu vollständig erhaltene Hausaktenbestand bietet einen Überblick über die Geschichte des Schloss Belvedere und die Entwicklung des Museums seit 1903. Die Akten sind über Indices und Registerbände erschlossen.



Nachlass Rudolf Schmidt

Der Bildhauer und Kunsthistoriker Rudolf Schmidt (1894-1980) sammelte in jahrzehntelanger Arbeit Materialien zu einem umfassenden Lexikon österreichischer Künstler, dessen erster Band (A-D) 1980 in der Edition Tusch erschien. Nach seinem Tod kaufte das Belvedere im Jahr 1981 das gesamte, weit über 15.000 Einträge umfassende dokumentarische Material an, um in weiterer Folge auch die übrigen Bände des Lexikons herauszugeben. Der Nachlass Schmidt ist alphabetisch nach Künstlerinnen und Künstler geordnet und entsprechend leicht zugänglich.



Nachlass Ankwicz-Kleehoven

Hans Ankwicz-Kleehoven (1883-1962) war Kunsthistoriker, Kustos im Museum für angewandte Kunst und Bibliothekar an der Akademie der bildenden Künste. Seine umfangreiche Künstlerinnen- und Künstlerdokumentation (Zeitungsausschnitte, Ausstellungseinladungen und -kataloge, Korrespondenzen, etc.), die das Belvedere legatarisch erhielt, enthält Informationen zu über 6000 österreichischen Künstlerinnen und Künstlern und wird von den Mitarbeitern des Archivs weitergeführt und laufend ergänzt. Auch dieser Bestand ist alphabetisch nach Künstlerinnen und Künstlern geordnet.



Archiv der Neuen Galerie

Otto Kallir-Nirenstein (1894-1978) gründete 1923 die Neue Galerie in der Grünangergasse in Wien und gilt heute als bedeutender Förderer österreichischer Kunst (u.a. Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Richard Gerstl). 1938 wurde Kallir von den Nazis vertrieben. Er emigrierte in die USA. Dort eröffnete er die Galerie St. Etienne in New York. Die Leitung der Neuen Galerie in Wien übertrug Kallir seiner langjährigen Mitarbeiterin Vita Künstler, die das Haus bis 1952 leitete. 1976 gelangte der kostbare Geschäftsaktenbestand an das Belvedere. Er umfasst unter anderem Geschäfts- und Künstlerkorrespondenzen, Ausstellungsunterlagen, Zeitungsausschnitte und Kataloge seit der Gründung der Kunsthandlung bis ins Jahr 1954. Das Material ist über ein nach Namen sortiertes Karteikartensystem ausgezeichnet erschlossen.



Ferdinand Georg Waldmüller-Archiv

Der Kunsthistoriker Rupert Feuchtmüller übernahm nach dem Tod von Bruno Grimschitz, dem ehemaligen Direktor des Belvedere (vormals Österreichische Galerie), dessen Recherchen zum Werk von Ferdinand Georg Waldmüller und führte sie weiter. 1996 publizierte Feuchtmüller die Ergebnisse seiner Forschungen in einer Monografie über den Künstler, die auch ein umfassendes Werkverzeichnis enthält. Seit 1997 betreut und aktualisiert das Archiv des Belvedere das Waldmüller-Archiv, das über die Werknummern im Feuchtmüller-Oeuvreverzeichnis zugänglich ist.



Kunstarchiv Werner J. Schweiger

Das Belvedere kaufte 2010 die langjährig gesammelte KünstlerInnendokumentation des niederösterreichischen Kunsthistorikers Werner J. Schweiger (1949-2011). Diese umfasst in alphabetisch geordneten Karteien Informationen (biographische und bibliographische Angaben) zu etwa 5000 österreichischen Künstlerinnen und Künstlern im Zeitraum von ca. 1890 bis 1938. Die Namen sind über die Online-Datenbank zugänglich.
Werner Schweiger beschäftigte sich unter anderem intensiv mit dem Thema Kunstsammler und Kunsthändler der Moderne in Deutschland, Österreich und der Schweiz 1905-1937.
 

Neuzugänge seit 2007

Die Bestände sind unter Wahrung der gesetzlichen Schutzfristen laut Bundesarchivgesetz, der Bestimmungen des Datenschutzgesetzes und auf Grund des Erschließungsstatus nur eingeschränkt benutzbar. Aus konservatorischen Gründen können Digitalisate an Stelle von Originaldokumenten vorgelegt werden.

  • Teilnachlass Emilie Mediz-Pelikan, Karl Mediz
  • Schriftlicher Nachlass Marc Adrian mit Film- und Fotodokumentation
  • Materialien zu Gerhart Frankl
  • Teilnachlass Alfred Wickenburg
  • Fritz Novotny Korrespondenz
  • Nachlass Bettina und Georg Ehrlich
  • Teilnachlass Franz Matsch
  • Dokumentarischer Teilnachlass Curt Stenvert
  • Geschäftsarchiv der Galerie Grita Insam, Wien
  • Nachlass Alfred Zoff
  • Nachlass Maria Jungwirth
  • Splitternachlass Heinrich Krenes
  • Künstlerdokumentation zu Kurt Regschek
  • Dokumentarischer und archivalischer Nachlass August Schaeffers von Wienwald
  • Teilnachlass Herbert Boeckl aus dem Vorlass Marie-Cécile Boogs
  • Archivalien und Dokumente aus dem Nachlass Gustinus Ambrosi
  • Teilnachlass Paul Meissner
  • Splitternachlass Emmy Walther-Burg
  • Geschäftsarchiv Galerie Eugen Lendl, Graz
  • Teilnachlass Georg Mayer-Marton
  • Teilnachlass, Materialsammlung und Künstlerdokumentation Herbert Boeckl
  • Künstlerdokumentation zu Karl Anton Fleck
  • Künstlermaterialien zu Valie Export, Peter Weibel und Marc Adrian
  • Teilvorlass Fria Elfen-Frenken
  • Nachlass Carl Unger

Kontakt

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Archiv / Künstlerdokumentation

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