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Der Verein


Der Verein Freunde des Belvedere hat eine lange Tradition.


Im Jahr 1912 wurde der Österreichische Staatsgalerieverein in Wien gegründet. Der erste Bericht des Vereins beginnt mit den Worten: "Wo immer der Sinn für die bildende Kunst sich lebendig regt, hat sich das Bestreben privater Kunstfreunde, tätigen Anteil an der Ausgestaltung öffentlicher Kunstsammlungen zu nehmen, mit dem Bestreben der Museumsverwaltungen begegnet, jenen Impulsen Privater Richtung und Ziel zu geben, sie ihren eigenen Aufgaben nutzbar zu machen."

Wilhelm Bode, der bedeutende Kunsthistoriker, Museumsfachmann und Mitbegründer des modernen Museumswesens war der Erste, der eine private Organisation ins Leben rief, und so das Interesse an Kunstsammlungen in breiten Kreisen verankerte. Angeregt durch die Tätigkeit Bodes in Berlin schuf Regierungsrat Dr. Dörnhöffer in Wien die Möglichkeit für die Gründung eines Museumsvereins. Dörnhöffer war Leiter der Österreichischen Staatsgalerie, des heutigen Belvedere. Dieser Verein hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Museum durch Ankäufe von Gemälden des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts (also zeitgenössischer Kunst) in seiner Sammeltätigkeit zu unterstützen. Dr. Felix Freiherr v. Oppenheimer scharte einen Kreis von Kunstfreunden um sich, die Dank großer finanzieller Beiträge diese Ziele ermöglichten.


Das erste Bild, das der neu gegründete Verein für das Museum ankaufte, war Am Fronleichnamsmorgen von Ferdinand Georg Waldmüller (seither als Inv.Nr. LG1 im Bestand des Museums).


Präsident des Vereins war bei der Gründung Paul Ritter v. Schoeller, der Vizepräsident Dr. Felix Freiherr v. Oppenheimer und auch der Direktor der k.k. Staatsgalerie war Mitglied des Vorstands. Die Anzahl der Mitglieder war noch nicht sehr groß, die Liste umfasste 40 Namen aus Adel und Industrie, von Ferdinand Bloch (später Ferdinand Bloch-Bauer) über Fürst Johann von und zu Liechtenstein, Viktor Ritter v. Mautner Markhof, Alexander Markgraf Pallavicini bis zu Generaldirektor Viktor Zuckerkandl. Dem ersten Tätigkeitsbericht des Vereins ist zu entnehmen, dass einige der Herren, unter ihnen auch Ferdinand Bloch, durch Zahlung eines einmaligen Betrages die lebenslängliche Mitgliedschaft erworben haben. Man darf davon ausgehen, dass dieser Betrag jeweils sehr hoch war. Die ersten Damen, die in diesen exklusiven Kreis aufgenommen wurden, waren Fräulein Hermine Wittgenstein, Schwester des Philosophen Ludwig Wittgenstein (1916) und Fürstin Marie v. Thurn und Taxis (1917). Im Gründungsjahr hoffte man, dass es "dem Verein gegönnt sein (werde), seinem sich immer bedeutungsvoller ausgestaltenden Aufgabenkreise neue Freunde und Gönner in Wien und den verschiedenen Kronländern zu gewinnen."

Der Verein wuchs stetig an, in den 20er Jahren umfasste das Verzeichnis der Mitglieder bereits mehrere Seiten und in weiterer Folge betreute der Verein alle Bundesmuseen.



Im Jahr 2000 wurden die Bundesmuseen in wissenschaftliche Anstalten öffentlichen Rechts umgewandelt. Am 9. März 2000 wurde der Verein Freunde des Belvedere neu gegründet, da sich der ursprüngliche Verein der Museumsfreunde in Wien (1952-1999) nach der Ausgliederung des Kunsthistorischen Museums ausschließlich der Förderung des Kunsthistorischen Museums und seiner angeschlossenen Institutionen widmete und das Belvedere ohne unterstützenden Verein verblieb. Ein neuer Verein mit moderner Struktur, mit eigens neu gefassten Vereinsstatuten und dem traditionellen Ziel, das Belvedere zu fördern und zu unterstützen, war gegründet.
 


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